Fahrraddemo in Okel am 11.09.2020

Bericht von der Fahrraddemo in Okel

Das Klima-Aktions-Bündnis Bassum-Harpstedt-Syke-Twistringen hatte für den 11.09.2020 zu einem Fahrrad-Aktionstag in Okel aufgerufen. Unterstützt wurde die Aktion u.a. durch Teilnehmer*innen von der Attac-Regionalgruppe Diepholz-Nord, dem Grünen Ortsverband Syke, dem BUND und durch ein starkes Kontingent der BI Schulwegsicherheit Riede.

Anlass der Aktion: Bei der Erneuerung der Ortsdurchfahrt Okel wurden die Radfahrer*innen außen vor gelassen. Es gibt keinen Radweg an der Straße. Auf der engen und stark befahrenen Ortsdurchfahrt sind viele Verkehrsteilnehmer*innen zu schnell unterwegs. Es gibt keine gesicherten Querungshilfen für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen. Selbst der Weg zum Schulbus und zur Kinderkrippe bleibt gefährlich. Alle Beanstandungen und Forderungen der Veranstalter*innen sind im Aufruf zum Fahrrad-Aktionstag nachzulesen.

Banner der BI Schulwegsicherheit Riede

Darüber hinaus ist es für Radfahrer*innen auch unmöglich, ungefährdet in die Nachbargemeinden Riede oder Sudweyhe zu kommen, denn es gibt weder an der L 333 nach Riede-Felde noch an der K 121 nach Sudweyhe einen Radweg. Die BI Schulwegsicherheit Riede kämpft seit Langem um Radwege u.a. an der L 333 zwischen Felde und Okel.

Am Freitag machte sich dafür eine Gruppe von über 50 gut gelaunten Radfahrer*innen mit Zweirädern, Liege-Dreirädern und Kinderanhängern stark. Unter dem Schutz freundlicher Polizeikräfte fuhren sie mehrfach zwischen Nostalgie-Café und Reiterhof Arndt auf und ab, um auf die missliche Verkehrssituation hinzuweisen. Auffällig war: Trotz der Begleitung durch Polizeifahrzeuge hatten einige Radler*innen auf der kurzen Fahrt schon wieder wuchtige Vieltonner im Nacken. So macht Radfahren keinen Spaß!

Teilnehmer*innen der Fahrrad-Demo in Okel am 11.09.2020

Die Veranstaltung endete mit einer kurzen Abschlusskundgebung vor dem Reiterhof. Es wird aber noch weitere Aktionen und unermüdliche Appelle an die Verantwortlichen bei den zuständigen Gemeinden, Landkreisen und vor allem bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr brauchen, um die Situation der schwächeren, aber klimafreundlicheren Verkehrsteilnehmer*innen in diesem Bereich endlich zu verbessern.

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